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Ein Konzert mit himmlischer Musik

Bei herbstlich ungemütlichem Wetter konzertierte der CIA | Chor in Action am vergangenen Sonntag unter dem Titel "Himmlisch irdisch" in St. Johannes. Bevor jedoch ein einziges Wort gesungen wurde, erlebte der Zuhörer eine überaschende Konzerteröffnung: Zu Beginn war der Chorleiter und Konzertpianist Michael Kuhn mit Dubois' virtuoser Toccata G-Dur an der Orgel zu erleben.

Es folgte ein vielseitiges Programm mit Vokal- und Streichmusik. Der Chor stieg mit einem Gospel in Begleitung des Stuttgarter Streichquartettes ein und sang den Schlager "Wunder gibt es immer wieder", bevor das Ensemble mit Klaus Kulling und Christiane Hajek an den Violinen, Marcin Niziol an der Viola und Stefan Kraut am Violoncello Puccinis Crisantemi für Streichquartett mit warmem Klang und tieftraurigem Schwermut spielte. Anschließend präsentierte der CIA, von seinem Leiter am Klavier und Kristina Bauer am Cajon begleitet, Eric Claptons "Tears in Heaven" sowie den Song "You raise me up". Die beiden Titel wurden, ebenso wie die Crisantemi, von den Komponisten unter dem unmittelbaren Eindruck eines Todesfalles geschrieben.
Einen anderen Aspekt des Titels "Himmlisch irdisch" brachte das fünfköpfige Vokalensemble Quintessentials ein, die mit dem jazzig angehauchten und rhythmischen "Orange colored sky" dem zahlreich erschienenen Publikum den wohl stürmischsten Applaus des Abends entlockten.

Der langsame Satz aus Mendelssohns Streichquartett op. 44 Nr.1, der mit "Andante espressivo ma con moto" überschrieben ist, berührte hingegen wieder tief, wurde er doch von den vier Musikern sehr ausdruckstark und bewegt zum Klingen gebracht. Einen Höhepunkt dieses klangvollen Chorkonzertes jedoch stellte das träumerische Lied des norwegischen Komponisten Ola Gjeilo dar, das in schwelgendem Sechsvierteltakt für die besondere Besetzung Frauenchor, Klavier und Streichquartett komponiert worden ist. Abrundend waren - als kleiner Vorgeschmack auf das nächste Konzert des Chores im Dezember - zwei Lieder des britischen Komponisten John Rutter zu hören. Unter dem Titel "Magnificat" wird dann neben seiner Vertonung Mariä Lobgesang auch die Johann Sebastian Bachs ertönen.
Niklas Zaberer im Amtsblatt Korntal-Münchingen vom 02.10.2019

"Ganz großes Theater“ im Widdumhof

Na gut, Mozart war ihm schon voraus, aber nur ein bisschen. Denn bekanntlich legte Wolfgang Amadeus mit gerade mal 14 Jahren seine erste Oper vor, während Niklas Zaberer „schon“ 18 ist, als am vorvergangenen Wochenende sein erstes Musical im Widdumhof über die Bühne ging. Und was da gezeigt wurde, beeindruckte schon durch die Broadway-Stimmung, die das begeisterte Publikum mit lang anhaltendem Applaus quittierte. Die Musik erwies sich als eingängig, teilweise sogar erstaunlich, was der junge Komponist geleistet hat, bzw. Anleihe nahm bei John Kander und Irving Berlin. Die packende Geschichte um eine Theaterschließung in „Wimpflingen“ kam uns recht aktuell vor, also aus dem Leben gegriffen, und so blieb einem ob der nicht ganz unernsten Hintergründe mancher Lacher im Hals stecken.

Der Erfolg des Abends war aber vor allem den herausragenden Protagonisten geschuldet: Tom Lachenmeir, der als Bürgermeister alles gab, um einen opportunistischen Lokalpolitiker zu zeichnen, Lukas Reinke als Intendant mit einer gelungene Persiflage auf einen abgehobenen Kulturmanager, der den Kontakt zu seiner Truppe schon lange verloren hatte, und Andreja Popovic, die als „Schwertgosch“ virtuos die Klaviatur der Intriganz bediente. Manuela Brogle war als Vorsitzende der ruhende Pol des Ganzen, und brachte immer wieder eine Atempause in die überschwappende Handlung. Hin- und hergerissen zwischen Hoffnung und Resignation spielte Lena Faude die Rolle der Regisseurin brillant, man nahm ihr jedes Wort ab. Marie Schneider war als Schauspielerin Chiara Carbonara eine mitreißende Stimmungskanone, Hanna Faude als Leandra Haudegen stand ihr in nichts nach. Dass beide noch zum Luftholen kamen, muss als bemerkenswert angesehen werden. Als Gegenpol zu ihnen verbreitete Henrik Scholl mit seinen gelungenen Repliken durch Tonfall und Gesten Endzeitstimmung: wie er da seine trockenen Kommentare abließ, man hätte sich wegwerfen mögen. Und Luke Sommer spielte den Hannes Luftikus mit Verve und hatte gegen Ende sogar so etwas wie Erdhaftung abbekommen. Niklas Zaberer selbst übernahm als Schriftsteller Oskar Steinhammer die Rolle des Deus ex machina, der zwar im größten Kuddelmuddel, aber noch rechtzeitig mit dem rettenden Textbuch daherkam, und Licht ans Ende des Tunnels zauberte.

Eine gelungene musikalische Darstellung war der kleinen Combo aus Böny Birk, Keyboard und Nathanael Häberle, Schlagzeug zu danken, Thilo Goll und Steffen Keller zeichneten für Ton und Licht verantwortlich. Nun liegt zwar der Broadway nicht in Münchingen, große Bühnenszenen wechselten sich aber auch an diesem Abend mit einfühlsamen Dialogen ab, da hatte Choreografin Helen Werum ganze Arbeit geleistet, und am Ende gab's sogar einen waschechten Rap. Da musste dann sogar Mozart passen.

Bernhard Mussel im Amtsblatt Korntal-Münchingen vom 06.12.2018


Highlights aus 100 Jahren Musical

Bei der Musical-Gala am 3. November in der Korntaler Stadthalle kamen nicht nur eingefleischte Musical-Fans auf ihre Kosten. Rund 120 Mitwirkende präsentierten Highlights aus hundert Jahren Musical-Geschichte. Das Orchester Stuttgarter Musikfreunde e.V., unterstützt von Mitgliedern des Young Pops Orchestra Korntal und perfekt geführt von Dirigent Klaus Kulling, ehrte in seinen Orchester-Medleys „A Salut to Richard Rodgers“, „Gershwin in Hollywood“, „West Side Story“ und „Chicago“ die frühen Komponisten und Broadway-Klassiker. Zusammen mit den Chören CIA aus Korntal und Seven Eleven 44 aus Steinenbronn entführte das Orchester seine Zuhörer in die Welt von „My Fair Lady“, „Phantom der Oper“, „Les Miserables“ sowie Tarzan, eine der jüngsten Broadway-Schöpfungen aus dem Jahr 2006.

Die Höhepunkte des Abends bildeten sicher die Auftritte der beiden Solisten: Anna Hofbauer, die derzeit im Musical-Historiendrama „Die Päpstin“ die Hauptrolle spielt, begeisterte ihre Fans mit „Rosen ohne Dornen“ aus Ludwig II und „Ich gehör nur mir“ aus Elisabeth. Kevin Tarte, seit über 25 Jahren ein Star der Musicalszene, schlüpfte für den Song „Die unstillbare Gier“ erneut in die Rolle des Graf von Krolock aus „Tanz der Vampire“ und interpretierte darüber hinaus die Liebeserklärung „Almost like being in Love“ aus Brigadoon sowie den bekannten Song „Anthem“ aus Chess.Glückliche Gesichter nach der letzten Aufführung: Klaus Kulling (re) mit den beiden Star-Solisten.Für den Epilog aus „Les Miserables“ kamen zum Abschluss alle Sänger und Sängerinnen, die Chöre mit den beiden Star-Solisten, gemeinsam auf die Bühne. Mit Standing Ovations und tosendem Applaus zeigte das Publikum seine Begeisterung, für die es mit einer Zugabe belohnt wurde: „The Prayer“, das im Original von Celine Dion und Andrea Bocelli gesungene englisch-italienische Duett, in Korntal leidenschaftlich dargeboten von Anna Hofbauer und Kevin Tarte. Selbstredend, dass die Stars nach der Veranstaltung für Autogramme vereinnahmt wurden.

Ein riesiges Dankeschön für die musikalische Gesamtleitung geht an Klaus Kulling, der die Mitwirkenden kompetent und leidenschaftlich zusammenführte, u.a. die Songs neu arrangierte und viele Abstimmungsaufgaben im Vorfeld meisterte. Der CIA-Chor bedankt sich für das Einstudieren herzlich bei seinem neuen Chorleiter Michael Kuhn. Für einen reibungslosen und professionellen technischen Ablauf sorgte an beiden Abenden das U-Team unter der Leitung von Thilo Goll.Wer Lust auf das Singen moderner Popsongs, bekannter Klassiker, berührender Filmmusik und klangvoller Jazzeinlagen hat, ist herzlich willkommen. Der CIA-Chor probt immer mittwochs um 20 Uhr in der Musikschule in Korntal. 

Sabine Rahner im Amtsblatt Korntal-Münchingen vom 8.11.2018


Ganz große Oper - Operngala mit Melanie Diener und David Pichlmaier

Es sei die „Hochzeit des Figaro“ gewesen, mit der einst die französische Revolution begonnen habe, das soll zumindest Napoleons Meinung gewesen sein. Und hört man das gut sortierte Orchester der Stuttgarter Kammersolisten unter der Leitung von Peter Meincke mit der Ouvertüre zu diesem Meisterwerk, so lässt sich die Äußerung schon nachvollziehen. Denn da flackert an vielen Stellen das revolutionäre Feuer auf, das besonders die Streicher in erfreulicher Weise zum Leuchten bringen. Überhaupt fügte sich viel Gutes an diesem Abend, zu dem der Kammerchor der Musikschule geladen hatte. Von Mozart bis Léhar reichte das Spektrum an Musik, das gekonnt dargeboten wurde, und die drei Chöre aus Korntal-Münchingen, Waiblingen und Ludwigsburg waren noch besser disponiert als beim letztjährigen 'Paulus', was etwas heißen will. Da merkte man die gründliche Arbeit, die geleistet worden war und die sich hier auszahlte, wenn sich Gefälliges mit Dramatischem verband. Und so waren die letzten Takte des Chores aus Lortzings „Singschule“ Zustandsbeschreibung ihrer eigenen Leistung: „wir legen Ehre ein“.

Aber ganz besonders vermochte Melanie Diener, auf allen großen Bühnen der Welt zuhause, mit ihrem starken und satten Sopran zu begeistern. Insbesondere „come scoglio“ aus „Cosi fan tutte“, die Melanie Diener schon in der Met gesungen hatte, war ganz große Oper. Ihr stand Bariton David Pichlmaier in nichts nach, bewegte etwa im „Lied des Zaren“ durch intensiv nachgespürte Lyrismen und in Figaros Arie „Ich bin das Faktotum“ mit Rossini-Vehemenz. Humorvoll und gekonnt moderierte Alexander Braun mit gelungenen Repliken die Gala. Und schlussendlich machte auch die Stadthalle Korntal an diesem Abend als Opernhaus eine gute Figur, hat sich doch die Akustik seit den Renovierungsmaßnahmen nicht unwesentlich verbessert. Also gerne wieder einmal!

Bernhard Mussel im Amtsblatt Korntal-Münchingen vom 31. Oktober 2018


Jugend musiziert Regionalwettbewerb 2018

Hier geht es zum Bericht der Stuttgarter Zeitung vom 29.1.2018.


Erfolgreiche Uraufführung von „True Colors“

Gespannt hatte das Publikum die Uraufführung des vom Jugendchor selbstgeschriebenen Musicals „True Colors“ erwartet. Am vergangenen Wochenende war es soweit. Wer sich trotz unwirtlichen Wetters am Samstag und Sonntag auf den Weg in die katholische Kirche in Korntal gemacht hatte, wurde nicht enttäuscht. Emotionen waren das Herzstück des Musicals. Jeder Schauspieler verkörperte eine andere extreme Emotion. Doch was verbirgt sich hinter penetrantem Optimismus, ewiger Wut, blinder Begeisterung, Dauerstress, Angststörungen, Traurigkeit, Schusseligkeit oder Schlaumeierei? Szene für Szene offenbarten sich die schrägen Charaktere, die im Rahmen einer Führerschein-Nachschulung in einem Raum aufeinandertrafen und die Wartezeit auf den Schulungsleiter überbrücken mussten. Mit viel Tiefsinn und Witz nahmen die jungen Darsteller ihr Publikum mit auf ihre emotionale Reise.

Begleitet von einer dreiköpfigen Band performten die Künstler dabei bekannte Pop-Songs u.a. von Pharell Williams, Fame, Coldplay, Cyndi Lauper (True Colors!) oder Michael Jackson souverän und voller Leidenschaft. Ein großes Dankeschön an Jürgen Parison und Helen Werum für die Einstudierung, an die Band mit Maik Merle, Daniel Pflumm und Hannes Stollsteimer, an das Technik-Team unter der Leitung von Thilo Goll sowie an die katholische Kirchengemeinde Korntal und alle nicht genannten Mitwirkenden. 

Sabine Rahner im Amtsblatt Korntal-Münchingen vom 16.11.2017


Katzenmusik und Telefonate für einen guten Zweck

Die Gesangsklasse der Musikschule zu Gast im Gemeindehaus auf dem Roßbühl

Es ist dem Gemeindehaus der Christuskirche anzusehen, dass die Renovierungsarbeiten in vollem Gange sind. Dies stellte jedoch kein Hindernis für die Veranstaltung eines rundum gelungenen Benefizkonzertes zu Gunsten der Kirchenmusik in der Christuskirche dar – bewiesen haben das vergangenen Sonntag elf Nachwuchssänger zwischen 9 und 18 Jahren.  

Das vielfältige und angenehm kurzweilige Programm bediente viele musikalischen Vorlieben; das Vokalensemble enterTAYN begann mit populärmusikalischer Literatur, bald darauf waren freche Kinderlieder zu hören, bevor das Publikum die alberne Seite von Rossini kennenlernen durfte, dessen „Lustiges Duett zweier Katzen“ bei der textlichen Ausgestaltung auf tiefgründigere Verbalitäten als ein sich wiederholendes „Miau“ gänzlich verzichtete. Es folgten Lieder und Arien aus Barock und Klassik, wobei die Jugendlichen von Gesangslehrer und Musikschulleiter Peter Meincke routiniert begleitet wurden. Die einzelnen Programmpunkte moderierte er mit interessanten Hintergrundinformationen an, ohne eine ungezwungene Atmosphäre und Spontanität vermissen zu lassen.

Nach der Pause wurde eine Auswahl der schönsten romantischen Lieder aufgeführt, Ausgangspunkt für eine auf die Gegenwart zusteuernde Zeitreise: Nach Filmmusik der ersten Stunde aus dem Jahre 1907 durfte das Publikum an einem brillant vorgetragenen musikalischen Telefonat aus Menottis moderner Kurzoper „The Telephone“ teilhaben. Wieder angelangt in der modernen Unterhaltungsmusik, beschloss enterTAYN mit Whitney Houston und Billy Joel das Konzert.

Niklas Zaberer im Amtsblatt Korntal-Münchingen vom 06.07.2017


Jugendphilharmonie begeisterte in der Stadthalle

„Durch Fleiß und Ausdauer wirst du es immer höher bringen“ schrieb Robert Schumann in seinen „Musikalischen Haus- und Lebensregeln“. Fleiß und Ausdauer, wie könnte es auch anders sein, waren die Parameter, die die rund 70 jugendlichen Mitspieler der Jugendphilharmonie befähigten, Schumanns vierte Symphonie so formvollendet darzubieten, wie am vergangenen Wochenende in der Korntaler Stadthalle geschehen.

Aber der Reihe nach. Zunächst eröffnete Dirigent Dietrich Schöller-Manno mit „Hellafest und Kinderreigen“ aus Humperdincks Oper „Königskinder“ den Abend. Das Stück findet man nicht gerade in den Charts. Schade eigentlich, denn die Musik überzeugte durch melodischen und harmonischen Reichtum. Man erlebte eine durch und durch gelungene  Interpretation, die spätromantische Stimmung verbreitete. Das trotz sommerlicher Witterung zahlreich erschienene Publikum lauschte und klatschte begeistert.

Arien und Duette aus Händels Oratorium „Il Trionfo del Tempo“, einem Werk, das immerhin kürzlich im Repertoire der Stuttgarter Staatsoper zu hören war, setzten das Programm fort. Zu Beginn noch vorsichtig agierend, gewannen die Streicher der Jugendphilharmonie zunehmend an Sicherheit, wobei man mit Johanna Marleen Maute und Tabea Klaschka zwei hervorragende Solistinnen gefunden hatte. Großartig, wie sich die beiden im Duett „Il voler nel fior“ die Melodien wie Spielbälle zuwarfen.

Schließlich liefen die jungen Musikanten in Schumanns vierter Symphonie d-moll op. 120 zu ihrer Hochform auf. Das Stück ist nicht ohne, da es der Komponist vom Klavier aus gedacht hat, und manche Holzbläsersoli im Orchester unterzugehen drohen. Hier hatte Schöller-Manno den Klangkörper zu äußerster Zurückhaltung angeleitet, das Blech domestiziert, um den Instrumenten zur gebührenden Strahlkraft zu verhelfen. Mit blitzsauberer Intonation glänzten die Streicher, der Bläsersatz bewies rhythmische Präzision. Die Spielfreude war den Musikanten jedenfalls deutlich anzumerken, Schumanns Credo „ohne Enthusiasmus wird nichts Rechtes in der Kunst zuwege gebracht“ erwies sich wieder einmal als zutreffend. Für den begeisterten Schlussapplaus bedankte sich das Orchester mit einer Wiederholung des Scherzos, der überzeugendsten Darbietung des Abends.

Bernhard Mussel im Amtsblatt Korntal-Münchingen vom 01.06.2017


Benefizkonzert in Gerlingen

Schüler der Gesangsklasse von Peter Meincke nach dem Benefizkonzert in Gerlingen am 7. Mai. Für die Aktion "Dein Stein hilft" wurden nach dem gelungenen Konzert fast tausend Euro gespendet.

Es kommt nicht häufig vor, dass ein von Schülern der Musikschule Korntal-Münchingen gestaltetes Konzert außerhalb der Stadtgrenzen stattfindet. So gesehen war der Lieder- und Arienabend im Gemeindehaus der Gerlinger Petrusgemeinde eine Besonderheit: Zugunsten der Außenrenovierung der Petruskirche sangen acht Schüler aus der Gesangsklasse von Peter Meincke u.a. Arien aus Don Giovanni, Cosí fan Tutte und Die Hochzeit des Figaro sowie Lieder von Schumann, Mendelssohn und sogar Elvis Presley. Die Stimmen der 9- bis 18-Jährigen erklangen sowohl solistisch, als auch im Duett oder Quartett. Die Reaktion des Publikums fiel durch die gut gefüllten Reihen hinweg äußerst positiv aus, manch ein Zuhörer verließ begeistert den nicht nur klanglich schönen Saal. Dies zeigte sich auch in dem gespendeten Betrag von fast 1.000.- Euro. Da der Auftritt auch den mitwirkenden Sängern viel Spaß gebracht hat, darf auf eine Neuauflage gehofft werden. An dieser Stelle sei nochmals Peter Meincke für seinen aktiven Einsatz als Lehrer, Klavierbegleiter und Moderator gedankt, ohne den dieser schöne Abend nicht möglich gewesen wäre. Vielen Dank auch an Yasmina Klingel, die den Kontakt zur Petruskirchengemeinde herstellte.

Niklas Zaberer im Amtsblatt Korntal-Münchingen vom 11.05.2017

„Ein Mädchen, das auf Ehre hielt“ - Jugendliche Stimmen erklingen zugunsten von „Dein Stein hilft“

Ein evangelischer Gemeindesaal. Darin ein paar Jugendliche. Man hört erstaunliche Ausrufe aus ihrer Mitte: „Das Frauenzimmer verstimmt sich immer…!“ “Männer suchen stets zu naschen…!“ Doch was machen die knapp hundert weiteren, meist erwachsenen Anwesenden? Statt die Rangen mal gehörig an gutes Benehmen zu erinnern – applaudieren sie verzückt! So geschehen am vergangenen Sonntag, 7.5.2017, nachmittags im Gerlinger Petrushof. Des Rätsels Lösung: Mit Liedern und Arien aus vier Jahrhunderten – darunter den Werken von Telemann, Mozart und Haydn, denen die obigen Zitate entstammen – musizierte die Gesangsklasse der Musikschule Korntal-Münchingen. Unter der Leitung von Peter Meincke unterstützt sie die Aktion „Dein Stein hilft“ zur Außenrenovierung der Gerlinger Petruskirche. In einem abwechslungsreichen, anderthalbstündigen Programm von Barock bis Rock entfalteten die 8 Sängerinnen und Sänger im Alter von 9-18 Jahren erstaunliche stimmliche Fähigkeiten. Neben ihrer hohen Musikalität wussten die Jugendlichen – zum großen Teil Preisträger im Wettbewerb „Jugend musiziert“ - auch durch ein beeindruckendes mimisches Können zu überzeugen. Im wahrsten Sinne hochgestimmt stärkte sich das Publikum in der Pause bei einer vom Jugendchor der Petruskirche ausgerichteten Bewirtung. Hochstimmung auch bei „Dein Stein hilft“: 945 EUR Spendeneinnahme sind ein weiterer schöner Schritt auf dem Weg zum stolzen Ziel von 444.444 EUR, welches die Aktion bis Mitte 2019 erreichen will.Andreas Käde von Dein Stein Hilft


High School Musical 2017

Sogar die Intrige wirkt charmant - High School Musical im Widdumhof begeistert

Über mangelnde Auswahlmöglichkeiten können sich die Schüler der East High School wahrhaftig nicht beklagen. Da finden die Basketballmeisterschaften, der Award für den Wissenschaftsclub und das Musical-Casting allesamt zum selben Termin statt. Pech für den, der nicht weiß, was ihm davon am meisten zusagt. Keine Frage: sollte es denn an der High School so zugehen, wie uns das gleichnamige Musical glauben macht, man müsste die Amerikaner um ihr Bildungssystem beneiden. Und die rund 20 Mädchen und Jungen machten etwas daraus. Unter der Inszenierung von Helen Werum spielten, sangen und tanzten sie ihr Publikum in zwei nahezu ausverkauften Vorstellungen im Widdumhof schwindelig, immer wieder von begeistertem Applaus unterbrochen, und alles auswendig.

Die Irrungen und Wirrungen eines Schulalltags, gespickt mit Intrigen und Verschwörungen, und natürlich darf am Schluss die Versöhnung nicht fehlen, schienen den Darstellern durchaus vertraut zu sein. Mit großer Überzeugungskraft und spielerisch sehr stark stellten sich Naomi Neufeld als Gabriela und Niklas Zaberer als Troy dem modernen Problem, wie man den vermeintlichen Ansprüchen anderer genügt, oder wie man dies eben nicht mehr tut. Mit dem Charme der Intrigantin zeigte Lilli Dietz als Sharpay ihr Können, stets begleitet von ihrem Bruder Ryan, mit viel Verve gespielt von Adrian Munz. Am Ende sind alle glücklich, das Publikum auch, dass alles so gut geklappt hat, und die Band unter der Leitung von Jürgen Parison gibt noch einmal gekonnt die Highlights des Stückes zum Besten.

Bernhard Mussel im Amtsblatt Korntal-Münchingen vom 23.3.2017


Jugend Musiziert - Regionalwettbewerb 2017

Hier geht es zum Bericht der Stuttgarter Zeitung vom 30.01.2017


Spendenübergabe 23.09.2016

Hier (230,9 KiB) gelangen Sie zum Bericht des Amtsblatts Korntal-Münchingen vom 29. September 2016.

Orchesterkonzert 7. Juli 2016

Es war einer jener Abende, an denen alles stimmte: ein zahlreich erschienenes Publikum in der Kirche St. Johannes in Korntal, erfreulich disponierte Instrumentalisten, ein sicherer Kinderchor, ein virtuoser Solist Niklas Zaberer und ein professionell agierender Geschichtenerzähler Florian Wilhelm. Dieser rezitierte und schauspielerte gekonnt und mit hervorragender Gestik und Mimik, alles auswendig über eine halbe Stunde gleich im ersten Programmpunkt, der "Geschichte vom Clown", die die Vioniños klangschön und mit großer Begeisterung interpretierten. "Die Vogelhochzeit" und "Dornröschen war ein schönes Kind" wurden vom Kinderchor rhythmisch souverän und sicher gesungen. Mozarts Ouvertüre zur Oper "Titus" gelang dem Young Pops Orchestra Korntal mit sauberer Intonation und mitreißend, die berühmte Meditation aus Massenets Oper "Thaïs" spielte Niklas Zaberer als Solistmit so viel Schmelz, dass das Publikum tief berührt war. Letzer Programmpunkt war die Arlesienne-Suite von Bizet. Das berühmte Stück kam stets schmissig und klangschön herüber, die Konzeption war klar sichtbar. Die Begeisterung des zahlreich erschienenen Publikums wollte nicht enden.

Bernhard Mussel im Amtsblatt Korntal-Münchingen vom 21. Juli 2016


Jugend Musiziert - Regionalwettbewerb 2016

Hier geht es zum Bericht der Stuttgarter Zeitung vom 31.01.2016


Nacht der Filmmusik 2015

Einen Bericht der Stuttgarter Zeitung über unser Konzert am 16.05.2015 in der Festhalle Feuerbach finden Sie hier.


Jugendphilharmonie - Konzerte Mai 2014

Bericht (184,9 KiB) der Ludwigsburger Kreiszeitung über das Konzert am 11. Mai 2014 in Kornwestheim

Musikalisches Großereignis in Korntal

Mit rund 300 Mitwirkenden wurde erstmals in Korntal Verdis "MESSA DA REQUIEM" aufgeführt. Am Samstag, 12. Oktober 2013 um 19 Uhr in der Stadthalle fand eine öffentliche Generalprobe statt. Danach wurde das Werk in Waiblingen (13.10. Bürgerzentrum), Mannheim (19.10. Kirche St. Peter) und im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg (20.10.) aufgeführt.

Presseberichte zum Verdi-Requiem
Waiblinger Kreiszeitung
Bietigheimer Zeitung
Mannheimer Morgen

Konzert "Viva Verdi" am 14. April 2013 im Landschloss Korntal

Er war nicht nur Komponist, sondern ein nationales Symbol, ein Repräsentant für die Einigung Italiens. Die Musikwelt würdigt in diesem Jahr Giuseppe Verdi zu seinem 200. Geburtstag und auch in Korntal-Münchingen gedenkt man 2013 in mehreren Veranstaltungen des großen Meisters.
Den Auftakt bildete eine Sängergala "Viva Verdi", bei der Highlights aus seinen Opern förmlich zelebriert wurden. Das zahlreich erschienene Publikum würdigte das erstaunlich hohe künstlerische Niveau der Protagonisten. Die Sänger Lionel Fawcett (Bass), Katrin Springborn (Sopran), Julia Funk-Balzer (Sopran), Jens Böhler (Tenor), Matthias Eschli (Bariton) machten Lieder und Szenen aus Verdi-Opern erlebbar. Julia Funk-Balzer gelang eine eindringliche Interpretation der verzweifelten Leonora in "La Forza del Destino"; sie trug das beeindruckende Werk mit großer Strahlkraft vor. Matthias Eschli machte als gehörnter Ehemann Renato in der mit großer Kraft vorgetragenen Arie "Eri tu" aus "Un ballo in Maschera" eine hervorragende Figur, und Katrin Springborns kultivierter Sopran stellte mit ausgewählten Liedern den unbekannten Verdi vor. Eine erschütternde Darstellung des resignierenden spanischen Königs Philipp II. aus "Don Carlos" bot Lionel Fawcett mit sängerisch und gestisch überzeugender Darstellung.
Peter Meincke am Klavier bot mit flinken Fingern mühelos einen Marathon an Tönen auf und war "seinen" Sängern ein stets verlässlicher Musizierpartner. Bernhard Mussel als Moderator gelang es mit einer gelungenen Mischung aus fundierter Musikwissenschaft und launigen Anekdoten, den langen Abend fast kurzweilig erscheinen zu lassen. Das begeisterte Publikum dankte mit langem Applaus.

Aus dem Amtsblatt Korntal-Münchingen vom 18.04.2013

Vaihinger Kreiszeitung, 24.01.2011

Haydns "Schöpfung" in der Korntaler Christuskirche - Zu Beginn herrscht das Chaos

Das absolute Chaos herrschte zum Anfang der Aufführung von Haydns Oratorium in der Korntaler Christuskirche. Dabei war nicht etwa das Dach zusammengebrochen, und auch der Chor lieferte kein Desaster ab, es wurde lediglich die „Schöpfung“ gespielt! Und diese beginnt mit der „Vorstellung des Chaos“ als Orchestereinleitung, die die Entstehung des Lichts noch kontrastreicher erscheinen lässt. Nur: bitte wie gestaltet man das Chaos? Chaotische Verhältnisse in einer Kunst, die auf Ordnung schlechthin aufgebaut ist. Entsprechend hoch gesteckt waren denn auch die Erwartungen, als der Kammerchor Korntal-Münchingen, verstärkt vom Philharmonischen Chor Waiblingen, den Geist über den Wassern schweben ließ. Und tatsächlich waberten die Akkorde feierlich aus dem in Moll gezeichneten Chaos empor. Dieser Satz, von Dirigent Peter Meincke souverän in seiner ganzen Klangfarbenpalette beleuchtet und ausdifferenziert, ging zum a-cappella-Einsatz Raphaels (Dominik Wörner) und des Chores hinüber, der die Erschaffung der Welt durch Gott aus dem Chaos zum Inhalt hat. Mit großer Textverständlichkeit schufen die Protagonisten eine Spannung, die mit Händen zu greifen war. Die Schöpfungsgeschichte geriet zum Drama.  

Der guten Nuancierung des Dirigenten, der neben lautmalerischen Facetten auch Tempo und Dynamik in farbigen Abstufungen zu handhaben wusste, korrespondierten der differenziert intonierende Korntaler Kammerchor und das flexibel agierende Orchester musica viva. Sowohl der sonore Klang der Streicher als auch die präzise intonierenden Bläser trugen zum transparenten Orchesterklang bei, der vor allem den polyphonen Passagen des Oratoriums überzeugende Kontur verlieh. Unter den Solisten trat der junge Schweizer Michael Feyfar hervor. Der samtig-geschmeidige Glanz seines hell timbrierten und sorgfältig phrasierenden Tenors verlieh seiner Interpretation ein unverwechselbares Profil. Auch der schlank geführte, kultivierte lyrische Sopran von Sabine Goetz überzeugte mit einer sicheren Höhe als Gabriel ebenso wie mit weichen Legatophrasierungen im Duett mit Dominik Wörner. Das Trio hervorragend miteinander harmonierender Stimmen wurde vervollständigt durch den vor allem auch in hohen Lagen sehr beweglichen lyrischen Feyfar. Das Publikum dankte für eine bemerkenswerte Interpretation mit lang anhaltendem Applaus.

Bernhard Mussel in der Ludwigsburger Kreiszeitung vom 21.10.2010

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Begeisterndes Konzert der Jugendphilharmonie zum Jubiläum

Zehn Jahre sind keine Kleinigkeit. Seit zehn Jahren immerhin bemüht sich die Jugendphilharmonie, große Orchestermusik für Schüler spielbar zu machen, seit die 14 Musikschulen im Sommer 2000 ein gemeinsames Orchester gründeten, das auch solche Werke aufführt, die eine einzelne Schule nicht stemmen kann. Läuft doch das sinfonische Repertoire eher im gediegenem  Ambiente berühmter Konzertsäle - und damit  an vielen Jugendlichen vorbei. Wenn also Schüler nicht zur klassischen Musik kommen, muss klassische Musik zu den Schülern. Und so spielte die Jugendphilharmonie unter der sehr umsichtigen Leitung von Dietrich Schöller-Manno nicht in der Stuttgarter Liederhalle auf, sondern in der Stadthalle Korntal.

Mit Arturo Márquez Danzon Nr. 2 stand ein Werk auf dem Programm, das nicht unbedingt zur arrivierten Orchesterliteratur gehört. Aber warum auch nicht, so bunt gemischt wie ihr Publikum begann die Jugendphilharmonie den Abend mit dem temperamentvoll-aufbrausenden Gestus des spanischen Neutöners. Die rund 60 jungen Musikerinnen und Musiker musizierten mit beeindruckender Souveränität, obgleich die fragilen Klänge der Einleitung noch etwas zaghaft, um Sicherheit bemüht auftraten. Aber die jederzeit spürbare Neugier und Entschlossenheit der Mitspieler machten jede Schüchternheit wett.

Zum Highlight wurde Rachmaninows zweites Klavierkonzert op. 18, gespielt von drei jungen Solisten. Der 23-jährige Ektoras Tartanis lieferte eine furiose Interpretation des Kopfsatzes. Mit völlig kontrolliertem Pathos fegte der mehrfach preisgekrönte Pianist durch die Passagen, befreite das Konzert vom Staub der Jahrzehnte und gewann dem viel gespielten Klassiker gänzlich neue, dynamische Facetten ab. Sein Rachmaninow ist kein Relikt aus einer vergangenen Zeit, sondern mitreißend, frei von Patina und lebendig, seine Sechzehntelfiguren wirkten mühelos und unbeschwert.

Das kantilenenhaft angelegte  Adagio eignete sich bestens für Annika Makein. Eine gute Pianistin darf sich die erst 16-jährige Solistin heute schon nennen, und gerade die große Linie liegt ihrem Spielstil. Bei aller technischen Könnerschaft räumte sie der Melodie Vorrang ein. In empfindsamen Bögen, weit und langlebig sich spannend, zelebriert sie ein Moment großer Eindringlichkeit. Im finalen dritten Satz zeigte Besar Krasniqi mit klarem und doch kraftvoll zupackendem Ton sein ganzes Können. Charisma und Sinn für Inszenierung beflügelten seine Leistung noch zusätzlich, während das Orchester den Solisten ideal unterstützte - an den richtigen Stellen zupackend und konzertant, in den solistischen Momenten angemessen tragend.

Zum optimistischen Schönheitssinn des Rachmaninow-Konzerts bezieht dessen Landsmann Tschaikowsky in seiner vorletzten fünften Symphonie grüblerische Gegenposition - ein heikler Kontrast, den Dirigent Schöller-Manno bravourös meisterte. Vom ersten Ton an führte er die Zuhörer mit traumwandlerischer Sicherheit durch das Werk. Vereinzelte Unsauberkeiten in der Intonation schadeten der Interpretation kaum, die spürbar von der Begeisterung und dem Ehrgeiz seiner Mitspieler herrührt. Dicht, doch hörbar in allen Verläufen ergründen sie das verwickelte Motivgeflecht der vier Sätze, von denen die schwierigsten am ehrgeizigsten gelingen: die profunden Überlegungen des Andante cantabile und das grüblerische Finale, in dem das Orchester ein zerklüftetes Drama widerstreitender Gemütslagen zwischen Fatalismus und Hoffnungsschimmer, Aufbegehren und  Resignation vollzieht. Euphorischen Applaus der fast 400 Schüler und Eltern ernteten die drei Solisten, Dietrich Schöller-Manno und die Jugendphilharmonie. Und erst Fußgetrampel, Pfiffe und Gejohle riefen einem wieder in Erinnerung, dass man tatsächlich nicht in der Liederhalle saß.

Bernhard Mussel

Ludwigsburger Kreiszeitung, 8. März 2010

Meincke Stadtmusikdirektor

Strohgäu Extra, 5. Februar 2010

Joseph

Leserkrieg 2014 "Dissonanzen zwischen Musikschulen"